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Mütterfreizeit in Gusev

2008 und an zwei Terminen 2009 haben wir Freizeiten in der Diakoniestation der Salzburger Gemeinde in Gusev für sechs Mütter mit ihren acht Kindern veranstaltet. Die Gruppe wurde auf unsere Kosten für 10 Tage in das Erholungsheim gebracht und vollständig verpflegt. Durch unser Angebot der Kinderbetreuung hatten die Mütter die Gelegenheit, das dortige Freizeitangebot zu nutzen. Es wurden auch gemeinsame Ausflüge und Aktivitäten mit den Kindern unternommen.

Diese Maßnahme diente zum einen der Erholung, zum anderen wurden den Müttern durch die begleitenden
Fachkräfte Fertigkeiten im Umgang mit ihren Kindern vermittelt. Bei diesem Personenkreis handelt es sich
um Frauen (meist Heimabgängerinnen), die sozial extrem benachteiligt sind; sie leben in schlechten Wohnverhältnissen (Gartenhäuschen, Zimmer in ehemaligen Arbeiterwohnheimen) und stehen in Russland am Rande der Gesellschaft. Sie könnten sich normalerweise keinen Urlaub leisten.

Laut russischer Seite war diese Freizeit ein riesiger Erfolg und wurde 2009 mit 2 Gruppen wiederholt. Auch 2010 wurden wieder zwei Freizeiten mit großem Erfolg durchgeführt.

Bericht über die Mütterfreizeit im Diakonischen Zentrum Gusev vom
21.06. bis 30.06. 2010

Die Gruppe der jungen Mütter mit Kindern und der Pädagogin des Projekts “Präventive Jugendarbeit durch das Modellprojekt Chance”.
Fahrt nach Gusev für eine 10-tägige Erholung.

Das durchschnittliche Alter der Mütter liegt bei ca. 21 Jahren, das der Kinder bei etwa 4 Jahren.
Sieben Müttern und ihren sieben Kindern wurde der Aufenthalt im Diakonischen Zentrum in Gusev ermöglicht.

Während ihres Aufenthalts beschäftigten sich die Kinder mit Radfahren und Spielen im neu angelegten Sandkasten.

Bei den Ausflügen in die Stadt machten die Mütter Bilder von den alten und neuen Wahrzeichen der Stadt, die auch bei Brautpaaren als Motiv beliebt sind.

Im Stadtpark entdeckten sie die Kopie des berühmten Turms aus Paris, die bei Groß und Klein immer auf großes Interesse stößt.

Im geräumigen Essraum wurde die Gruppe von den Köchinnen immer mit leckerem Essen verköstigt. Jeden Tag gab es ausserdem Obst, Joghurt, und Säfte.

Die Gruppe hat sich an die Hausordnung gehalten.

Die erfahrene Pädagogin passte auf die Kinder auf, während die Mütter die Stadt besuchten.

Bei schlechtem Wetter wurden Kreuzworträtsel gelöst oder es wurde gelesen, während die Kinder daneben spielten.

Im Spielzimmer gab es viele verschiedene Spielsachen und Brettspiele.

Während des Aufenthalts hat die Gruppenleiterin den Müttern pädagogischen Unterricht erteilt.

Es wurden unterschiedliche Erziehungsthemen angesprochen.

Für die Kinder wurden vormittags Bewegungsspiele und Wettkämpfe organisiert.

Manchmal wurde der pädagogische Unterricht in Form eines Spiels durchgeführt, um mehr Vertrauen unter den Müttern aufzubauen.

Die Haupthemen des Unterrichts:

gesunde Lebensweise, Kinderkrankheiten, Stresssituationen bei den Kindern etc.

Dank der Spielform des Unterrichts gab es viele positive Emotionen

Zum ersten Mal seit dem Beginn der Mütterfreizeiten haben die Mütter für ihre Kinder eine Aufführung des russischen Volksmärchens “Die feige Maus” improvisiert.

Zum zweiten Mal arbeitete die Psychologin aus dem Kinderheim Gusev mit den Kindern.

Sie hat für die Mütter ein spezielles Training vorbereitet, das zum besseren Verständnis zwischen Müttern und Kindern beitragen soll.

Die Übungen mit Gegenständen, Befragung
per Fragebögen, Tests, Gespräche und Spiele
wurden höchst professionell organisiert.

In der Aula des hiesigen landwirtschaftlichen Collegs gibt es einzigartige Fresken eines Malers aus Königsberg. Die Museumsbeamtin hat sehr interessant über die Geschichte und die Fresken erzählt.

Während des zehntägigen Aufenthalts herrschte ein Klima des gegenseitigen Vertrauens und menschlicher Wärme.

Wir danken sowohl dem Team von projekt Anna aus München, als auch den Mitarbeitern des Diakonischen Zentrums „Haus Salzburg“ für die Unterstützung der jungen Familien in ihrer schwierigen Lebenssituation.

PROJEKT:„ZUSAMMEN MIT DER MUTTER ERKENNE ICH DIE WELT“
FOTOBERICHT

FINANZIERT VON PROJEKT ANNA
(MÜNCHEN, DEUTSCHLAND)